Tesla FSD im ADAC-Test: Spurwahl, Busspur und Einparken zeigen die Grenzen

Der ADAC hat Tesla FSD Supervised am 12. Oktober 2026 in einer Testfahrt von 2 Stunden in Kopenhagen geprüft, in einem Model 3 Quelle. Das Ergebnis des Clubs fällt zwiespältig aus: Das System macht bei Spurwahl, Busspur und Einparken klare Fehler. Für Ihren Tesla in Deutschland ändert der Test an der Rechtslage nichts. Hierzulande ist die Funktion nicht freigegeben, und der Fahrer bleibt jederzeit verantwortlich Quelle.
Was der ADAC in Kopenhagen gesehen hat
Die Strecke lag in Dänemark, wo FSD Supervised per Sondergenehmigung erlaubt ist Quelle. Die dortige Freigabe ist allerdings nur vorläufig: Die Verkehrsaufsicht hat sie laut AUTO BILD „ausdrücklich unter Vorbehalt” erteilt und dabei auf eine mögliche EU-Entscheidung verwiesen Quelle. Deutschland gehört nach diesem Stand nicht zu den Ländern mit Freigabe.
Die Liste der Fehler ist lang. Das System wählte einmal den falschen Fahrstreifen und in einer anderen Situation die falsche Autobahnauffahrt. Bei der Korrektur überfuhr der Wagen eine durchgezogene Linie. Außerdem nutzte er die Busspur unzulässig. Beim Einparken fand er zunächst keinen Platz, parkte dann unbeholfen und gab nach vielen Versuchen auf, wobei eine Seite des Fahrzeugs weiterhin auf der Straße stand Quelle.
Ein vermeintlicher Rotlichtverstoß entpuppte sich dagegen nicht als Fehler. Der Fahrer glaubte kurz, eine rote Ampel überfahren zu haben, und hätte fast eingegriffen. Das System hatte aber korrekt reagiert, weil das Signal für die befahrene Spur keine Bedeutung hatte Quelle.
Warum der Name im Test eine Rolle spielt
Das Fazit des ADAC lautet: „Beeindruckender Assistent, irreführender Name” Quelle. Der Club sieht, wie leistungsfähig Fahrerassistenz schon ist, hält das System aber für fähig, unerwartet falsche Entscheidungen zu treffen. Deshalb fordert er eindeutige Bezeichnungen und eine transparente Beschreibung der Systemgrenzen Quelle.
Der ADAC hat seinen Bericht am selben Tag um den Hinweis ergänzt, dass Tesla FSD in Deutschland in „Tesla Assisted Driving” umbenannt hat Quelle. Für Sie als Fahrer heißt das: Ein neuer Name verändert die Verantwortung nicht. Der Club betont, dass der Fahrer oder die Fahrerin verantwortlich bleibt und den Verkehr permanent überwachen muss Quelle.
Für Ihren Alltag ist die Unterscheidung wichtig, wenn Sie Werbung oder Gespräche mit dem Verkäufer zu diesem Thema verfolgen. Was in der Bezeichnung nach Autonomie klingt, ist in der Zulassung ein überwachungspflichtiges Assistenzsystem. Genau diesen Abstand zwischen Name und tatsächlicher Funktion verlangt der ADAC, wenn er klare Bezeichnungen und transparente Systemgrenzen fordert Quelle.
Was das für Ihren Tesla in Deutschland bedeutet
Stand 10. Oktober 2026 nennt AUTO BILD als Länder mit Freigabe Belgien, Dänemark, Estland, Litauen, die Niederlande und Slowenien; zuletzt kam Tschechien hinzu. Deutschland fehlt in dieser Liste. Zuständig wäre hierzulande das Kraftfahrt-Bundesamt als nationale Aufsichtsbehörde. Verkehrsminister Steffen Bilger will sich laut AUTO BILD für eine EU-weite Freigabe einsetzen; falls diese ausbleibt, müsse man darüber sprechen, „was man in Deutschland tun könne” Quelle.
Wie die Freigabe in der Praxis aussieht, zeigen die Niederlande: Auf der Autobahn darf das System bis zu 130 km/h selbstständig fahren. Vorgerüstete Fahrzeuge ab HW4 lassen sich per Fernupdate freischalten, und die Person am Steuer muss das Auto überwachen und jederzeit übernehmen können Quelle. Genau diese Pflicht hat der ADAC in Kopenhagen auf die Probe gestellt.
Bis eine Freigabe für Deutschland vorliegt, ist der Test vor allem eine Vorschau darauf, wo das System heute noch scheitert. Wer einen Tesla mit dieser Funktion fährt, sollte sich nicht vom Namen beruhigen lassen. Der ADAC fasst es in einem Satz zusammen: Der Fahrer bleibt verantwortlich und muss den Verkehr permanent überwachen Quelle.
Quellen
Dieser Artikel dient der Information und wurde unabhängig verfasst. Fahrzeugdaten und Vorschriften können sich ändern: Prüfen Sie vor jeder Maßnahme die genannten Quellen.



